Elektromobile für Senioren und Behinderte

Im Zeitalter der E-Bikes steigen immer mehr ältere, bewegungseingeschränkte und behinderte Menschen auf ein Elektromobil um. Im Gegensatz zum E-Bike hat es drei oder vier Räder. Es ist kippsicher und erspart einem das Treten.

Die mobile Gesellschaft

Früher bedeutete Mobilität für einen Erwachsenen, Fahrrad zu fahren oder ein Auto zu besitzen. Der Boom der Elektrofahrzeuge galt zunächst als Seniorenphänomen. Doch auch technisch interessierte Youngster interessieren sich für E-Fahrzeuge. Heutzutage sind Elektrofahrzeuge im Straßenverkehr normal. Auch der Mangel an E-Tankstellen konnte das nicht verhindern. Elektromobile befriedigen wichtige Bedürfnisse. Sie sind leicht zu bedienen und umweltfreundlich. Als Gehbehinderter gewinnt man die Freiheit, im Umkreis von sechzig Kilometern Ausflüge zu unternehmen. Als alter Mensch kann man selbst einkaufen, auch ohne öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Die mobile Gesellschaft schließt niemanden aus. Dank Gehwägelchen, Rollstuhl und Elektrofahrzeug ist man heutzutage unabhängiger.

Elektrische Fahrzeuge sind Trumpf

Die Akkufüllung belastet die Umwelt nicht. Das Einsteigen wird durch einen Drehsitz erleichtert. Mit dem Elektrofahrzeug kann man sogar Lasten transportieren. Die Bedienung eines Elektrofahrzeugs ist auch im fortgeschrittenen Alter leicht zu erlernen. Man kann heutzutage sogar ein faltbares Elektrofahrzeug kaufen. Wer eine Gehbehinderung hat oder aus Altersgründen nicht mehr weit laufen kann, wird durch Elektromobile wieder beweglich. Gelenkt und bedient werden diese mit beiden Händen. Der elektrobetriebene Rollstuhl ist über einen Steuerungsstick auch einhändig bedienbar. Man unterscheidet je nach Zahl der Räder zwischen „Trikes“ und „Quads“, aber solche Feinheiten sind für den Nutzer nicht wichtig. Fakt ist, dass das dreirädrige Elektrotrike bei schnellen Kurven etwas kippeliger sein kann. Auf vier Rädern kann man Kurven im flotteren Tempo sicher nehmen. Das Elektromobil wird gelegentlich auch als „Scooter“ bezeichnet. Das verwirrt, weil man häufig auch Motorroller und Tretroller als Scooter bezeichnet.

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Ein Führerschein ist nicht erforderlich

Gut ist, dass Elektromobile keinen Führerschein erfordern. Solche Elektrofahrzeuge erreichen meist eine Maximalgeschwindigkeit von 10, 15 oder höchstens 25 km/h. Im Grunde handelt es sich um Krankenfahrzeuge, die über einen E-Motor angetrieben werden. Eine Versicherungspflicht besteht, daher muss an E-Fahrzeugen ein „Moped-Kennzeichen“ angebracht werden. Man darf damit sogar auf der Straße fahren, sofern kein Fahrradweg zur Verfügung steht.